Leserbrief zur Berichterstattung und Diskussion über die Neugestaltung der Schwenninger Fußgängerzone

Geldverschwendung

 
In Sachen „Revitalisierung und Neugestaltung“ der Schwenninger Fußgängerzone wurden für den ersten Bauabschnitt, der sich vom Bereich Hockenparkplatz bis zum City-Rondell erstrecken soll, auf der Basis einer Kostenschätzung „vorläufige“ Kosten in Höhe von 1, 5 Millionen Teuro ermittelt. Die Betonung liegt auf „vorläufig“ (!). Bekanntermaßen wird nahezu alles, was die Stadt plant, zum Schluß hin regelmäßig (wesentlich) teurer.

Als Teilnehmer des jüngsten „Bemusterungstermins“ stelle ich fest, daß hier ohne dringende Not Geld zum Fenster hinausgeworfen wird. Das trifft nicht nur für die vorgesehenen Belagsabsichten, die einen Hinterhofzufahrtscharakter tragen, sondern auch für die Beleuchtungsvorstellungen zu. Eine dargebotene Leuchte versprühte den Charme eines Abluftrohres.

Daß „Schwenningens gute Stube“ einer Sanierung bedarf, ist unstrittig. Allerdings nicht so einfallslos, unattraktiv und auch nicht so geldverschwenderisch, wie vorgestellt. Von einem Schüler- und/oder Studentenwettbewerb wäre wohl mehr zu erwarten, vor allem für wesentlich billigeres Geld, als es das vorgestellte Fachmännische hergibt.

Auf der Heimfahrt vom Besichtigungstermin holte einen dann sehr schnell wieder die VS-Kubon-Stadtrealität ein: Schlagloch an Schlagloch.  Der Straßenzustand ist eben auch eine Stadt-Visitenkarte. Deshalb gilt es, Prioritäten zu setzen und dem Notwendigen vor dem Wünschenswerten den gebührenden Vorrang einzuräumen.

Jürgen Schützinger