Leserbrief zum Artikel “Asylbewerber aufs Klinikgelände?“, erschienen am 15.01.14 im Südkurier:

Schwarze-Peter-Spiel

In Sachen Asylantenunterbringung bedient sich die CDU-Gemeinderatsfraktion der Klaviatur des Schwarzen-Peter-Spieles: Wenn man die, von den eigenen Parteifreunden aufgedrängten Flüchtlingshundertschaften nicht am einen Ort unterbekommt, dann eben irgendwo anders. Irgendwie wird man schon Räumlichkeiten als Massenquartiere finden, in deren Umgebung mit möglichst wenig Widerstandshandlungen seitens der betroffenen Anlieger zu rechnen ist, so die Hoffnung der Christdemokraten.

Genau das ist aber der eigentlich falsche Weg. Zunächst müßte doch geklärt werden, wer diese unsägliche Asylpolitik überhaupt befürwortet. Wenn sich dann die Fans derselben geoutet haben, so sind doch eigentlich diese für deren Folgen - auch die finanziellen, versteht sich - verantwortlich und haben sich selbst in die Pflicht zu nehmen. Das wäre demokratisch absolut in Ordnung, konsequent und würde dem Verursacherprinzip entsprechen. „Konnexität“ heißt das Zauberwort.

Wer - ohne die Bürgerschaft zu befragen - solche Gesetze, Rechtverordnungen und Verwaltungsvorschriften erläßt und eine dementsprechende Politik gut heißt und fördert, wie sie im Bereich des Asyl-, Flüchtlings- und Migrantenunwesens abläuft, der muß auch die Konsequenzen tragen. Sollen mal die so oft gepriesene Willkommenskultur mit ihren eigenen Mitteln und Möglichkeiten umsetzen, die Damen und Herren Einwanderungslandfetischisten!

Jürgen Schützinger,  fraktionsfreier Stadtrat (DLVH)

Auch dieser Leserbrief wurde vom Kubon-freundlichen Südkurier gegenüber der (zahlenden) Leserschaft unterschlagen!