Auch dieser Leserbrief wurde vom Kubon-freundlichen Südkurier gegenüber der (zahlenden) Leserschaft unterschlagen!



Zur Diskussion in Sachen „Zentralrathaus“ und zum bevorstehenden Bürgerentscheid:

Kubon-Drehbuch

 

Daß sich Oberbürgermeister Kubon (SPD) mit dem erwünschten Bau eines völlig unnötigen und sehr kostenträchtigen sogenannten „Zentralrathauses“ ein bauliches Denkmal schaffen will, erscheint immer offenkundiger zu werden. Das Kubonsche Drehbuch hierzu sieht für den kritisch-aufmerksamen Beobachter der Szenerie wie folgt aus:

1. Dem eigentlich für Bausachen zuständigen „Baubürgermeister“ Fußhoeller (CDU) wird ein Maulkorb angelegt, damit er in dieser leidsamen Angelegenheit auch den Mund hält und anschließend, in der entscheidenden Phase (Bürgerentscheid), nahezu unerreichbar urlaubt.

2. Kubon tut öffentlichkeitswirksam zunächst so, als wäre er für die (eigentlich sinngebende) „Steinel-Lösung“, wohlwollend und wissend, daß er den Kubon-Palast („Zentralrathaus“)
gedanklich und innerlich bereits favorisiert hat.

3. Das für teures Geld in Auftrag gegebene Gutachten („Machbarkeitsstudie“) „Verwaltung unter einem Dach“, der in diesem Fall wegen des in Aussicht stehenden Kreditgabegeschäftes befangenen LB-BW Immobilien-Kommunalentwicklung GmbH (Konzernverband mit der Landesbank Baden-Württemberg)  aus Stuttgart, kommt dann auch erwartungsgemäß – und wahrscheinlich auch auftragsgerecht – zu dem „Urteil“: Befürwortung des Zentralrathaus (Kubon-Tempel).

4. Die Kubon-Getreue Gemeinderatsmehrheit muß sich, das paßt zum Plan, dafür und gegen einen von mir erstrangig beantragten Bürgerentscheid beschließen, was ja auch, so wie geplant, gelaufen ist. Kubons Pech ist, und das war eigentlich nicht so eingeplant, daß die gegen den Unnützbau gerichtete Bürgerinitiative weit über 12.000 Unterschriften (5.000 wären nur nötig gewesen) in kurzer und urlaubsbelasteter Zeit zusammensammelte und  somit das rechtlich vorgegebene Soll weitaus mehr als erforderlich erfüllte.

5. Kubon rastet völlig aus und investiert Zeit sowie öffentliche Gelder dafür, daß der am 21. Oktober stattfindende Bürgerentscheid möglichst scheitert. Wer diesen sinnleeren Kubon-Zentralrathaus-Plan nicht will, der muß zur Bürgerentscheid-Wahl gehen und mit „Ja“ zum Nichtbau stimmen!

Zum Schluß: Nach der baldigen Inbetriebnahme des sogenannten Zentralkrankenhauses stehen in Villingen und in Schwenningen zwei Klinikareale (behindertengerecht, parkplatzbietend und ÖPNV-bedient) mit mehr als ausreichenden Gebäudekomplexen frei.  Dorten kann und sollte man, bei der versprochenen Beibehaltung und Kompetenzerweiterung der Bürgerservice-Zentren und Ortsverwaltungen, für billiges Geld die „Restverwaltung“ konzentriert unterbringen. Wir brauchen also beim besten Willen keinen Kubonschen-Zentralrathauspalast für im Endeffekt wohl weit mehr als 50 Millionen Teuro! Deshalb wählen gehen und mit „Ja“ zur Bürgerinitiative stimmen!

 

Jürgen Schützinger 

Stadtrat der demokratisch-patriotischen Deutschen Liga für Volk und Heimat (DLVH)