Bundestagswahl 2017

Fünf Fragen

Villingen-Schwenningen.  Der Schwarzwälder Bote scheint sich nun doch noch auf den letzten Metern bis zur Wahl auf eine Gleichbehandlung aller an der Bundestagswahl am 24. September 2017 im Wahlkreis 286 besonnen zu haben. Jedenfalls wurden mit Datum vom 11.09.2017 die nachstehenden fünf Fragen an die alle zehn im Wahlkreis 286 antretenden Bundestagskandidaten gestellt, wobei die Antworten des Kommentators vom 11. Sept. 2017 kursiv gesetzt sind.

1. Welches Thema sollte die neue Bundesregierung mit Vorrang anpacken?
Die durch sogenannte Flüchtlinge und deren Möglichkeiten des Familiennachzugs verursachten Probleme im Bereich Wohnungsnot und Kriminalitätsentwicklung. Ein von der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NPD) schon seit Jahrzehnten gefordertes restriktiv zu handhabendes Einwanderungsgesetz nach kanadischem oder australischem Vorbild ist überfällig.

2. Wir wird die Wahl am 24. September ausgehen – welche Koalition erwarten Sie?
Zu den derzeitigen Bundestagsparteien werden sich die FDP mit 7-9 % und die AfD mit 8-14 % hinzugesellen. Da sie, mit (noch) Ausnahme der AfD, untereinander beliebig austauschbar sind, wird die Wieder-Bundeskanzlerin Merkel sich den Partner ins Koalitionsbett holen, der ihr das Regieren am Leichtesten macht. Derzeit spricht alles für eine Fortsetzung der Großen Koalition.

3. Ihr Eindruck: War der Wahlkampf langweilig? Und warum?
Der Wahlkampf war deshalb stinklangweilig, weil sich die etablierten Akteure nur in Nuancen unterscheiden und somit im Großen und Ganzen einig sind. Stichwort: Eine Krähe hakt der anderen kein Auge aus!

4. Was wollen Sie in der Bundespolitik für Ihren Wahlkreis erreichen?
Daß die berechtigten Belange unseres Wahlkreises im fernen Berlin durch eine engagierte Interessen-vertretungspolitik nachhaltig wahrgenommen werden. Erinnert sei an die Problembereiche Flug- und Verkehrslärm, mangelnde Infrastruktur, Tourismusförderung, Gesundheits-, Landwirtschafts- und Bildungspolitik.

5. Dieselskandal, E-Mobilität und Co. – sind die Automobilzulieferer im Wahlkreis trotzdem reif für die Zukunft?
Unsere Autoindustrie mit ihren hochqualifizierten Zulieferern zählen zu den weltweiten Besten. Von interessierter Seite wird dies leider nicht wahrgenommen. Vielmehr wird unsere  Autoindustrie kaputt geredet, rufmordartig mies gemacht und in ein schlechtes Licht gestellt. In völlige Vergessenheit gerät dabei, daß annähernd jeder siebte Arbeitsplatz vom Wohlergehen der Autoindustrie abhängig ist.

Jürgen Schützinger – Kreis- u. Stadtrat