Polizei

Gewerkschaftsboss Wendt

Villingen-Schwenningen/Stuttgart. Rainer Wendt (59) ist seit 2007 Bundesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG). Er hat sich nebenher auch schon als Buchautor („Deutschland in Gefahr“) hervorgetan. Jüngst offenbarte er seine Einstellung zu Rechts – wobei sogenannte „Reichsbürger“ oder die „AfD“ im Focus standen. In diesem Zusammenhang ließ der Gewerkschaftsboss wissen, daß er bereits seit 43 Jahren überzeugtes CDU-Mitglied ist und sich jeglicher nachgesagter vermeintlicher Nähe in Richtung Rechts verbitte.

Mit der Aussage: „In jeder Bevölkerung gibt es einen bestimmten Anteil von Kriminellen und Extremisten. Die möchte ich alle in der Polizei nicht haben“ verteidigte er seine Anti-Rechts-Gesinnung. Seinen heldenhaften Einsatz gegen die „AfD“ und/oder Rechts schildert er wie folgt: „Ich bin einer der wenigen, die mal gegen diese Partei richtig vorgegangen sind: Die AfD hat vor einigen Wochen mit meinem Konterfei auf Facebook geworben. Dies haben wir denen durch das Landgericht Berlin verbieten lassen. Ich will mit denen nichts zu tun haben – ich will die kleinhalten.“

Auf entsprechende Disziplinarverfahren gegen vermeintlich mit den „Reichsbürgern“ sympathisierende Polizeikollegen angesprochen, gab der christdemokratische Polizeigewerkschaftler zu verstehen, daß es in Thüringen einen Polizeihilfsverein geben soll, der Kollegen unter dem Deckmantel einer Selbsthilfeeinrichtung für Polizeibeschäftigte ködert, was aber glücklicherweise nicht so verfangen hat. Und weiter: „So einen Verein muß man verbieten. Wir begrüßen es ausdrücklich, daß die Landesregierungen ganz hart dagegen vorgehen. Und wir sind der festen Überzeugung, daß solche Leute im Polizeidienst gar nichts verloren haben.“

Schlußwort:

Schon interessant, wie der Christdemokrat im Polizeidienst als Gewerkschafts-chef gegen eine vermeintliche oder auch tatsächliche Konkurrenz vorzugehen gedenkt: „So einen Verein muß man verbieten.“ Klar doch, so schafft man sich lästige Mitbewerber am ehesten vom Hals: In die rechtsradikale Ecke stellen und verbieten. Basta!

Jürgen Schützinger – Kreis- u. Stadtrat