Schulversagen

Dramatischer Niedergang

Villingen-Schwenningen/Stuttgart. Vor rund 15 Jahren war es der „Pisa-Schock“, dem jetzt das neueste niederschmetternde Ergebnis des Schulleistungsvergleichs des IQB-Instituts für Baden-Württemberg folgt. Die Bildungspolitiker der verantwortlichen Parteien zeigen sich über das Resultat gemeinsam mit der baden-württembergischen Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) entsetzt. O-Ton: Das Ergebnis ist „Anlaß zur Sorge.“

Die Versagerpolitiker spielen die Unschuldsengel. Wobei sie es doch waren – und noch sind, die diesen Quatsch mit den Gesamteinheits- und Ganztagesschulen unter großem propagandistischem Wirbel angeleiert haben und trotz aller miesen Ergebnisse immer noch - verstärkt – fortsetzen wollen. Sie waren und sind es doch, die das über Jahrzehnte hinweg bewährte dreigliedrige Bildungskonzept, in Grund und Boden verdammen und ein (Ver)bildungssystem fördern, wonach alle, ob dumm oder gscheid, ob der deutschen Sprache mächtig, oder auch nicht, in einen Topf geworfen  werden. Motto: Die Gemeinschafts-schule soll eine Schule für alle sein.

Jeder der sich – zur rechten Zeit – dagegen Aussprach, wurde als Ewiggestriger abgetan und in die rechte Ecke gestellt. Jetzt haben wir den Salat und keiner will es gewesen sein. Sie finden auch nichts dabei, wenn unsere Schulklassen mit immer mehr Sprach- und Bildungsfremden durchmischt werden. Sie predigen Schularten das Wort, bei denen die jeweils Letzten den Takt bestimmen und sich alle anderen gefälligst an diesen zu orientieren haben.

Schlußwort:

Im Artikel 3, Absatz 1, des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland ist zu lesen, daß alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind. Vor dem Gesetz, wohlgemerkt – nicht gleich, sind sie beispielsweise- was ihre jeweiligen Geistes- und Auffassungsgaben anbelangt! Aber diese Erkenntnis scheint „unseren“ etablierten Parteibildungspolitikern allerdings völlig fremd zu sein.

Jürgen Schützinger – Kreis- u. Stadtrat