Asylheim-Besuch

„Ungeheuer schwer!“

Boris Erasmus Palmer (44), grün-gebündnister Oberbürgermeister von Tübingen und Sohn des geschäftstüchtigen „Remstal-Rebellen“ Helmut Palmer (1930 – 2004) begab sich jüngst vor Ort in eines seiner Flüchtlingswohnheime. Was ihn da erwartete war ihm überhaupt nicht genehm und veranlaßte ihn zu der Aussage, daß eine gelingende Integration „ungeheuer schwer vorstellbar“ wäre. Nachdem er im Heim eine Kinder- und Erwachsenen-Demo erlebt sowie eine aufgereizte „fordernd, fast schon aggressive“ Stimmung wahrgenommen hatte, kehrte er „mit dem Bewußtsein zurück, daß wir weit mehr tun müssen, als wir bisher getan haben.“ Am Rande sei vermerkt, daß Herr Oberbürgermeister mit Flüchtlingsfrauen keinen Kontakt aufnehmen konnte, da man diese Damen – alle verschleiert – diskret im Hintergrund gehalten habe.

Palmer konnte es nicht fassen, daß er nicht tiefe Dankbarkeit sondern eine „beängstigend bis depressive“ Stimmung  seitens der Traumatisierten erfahren durfte. Des Stadtoberhauptes Erklärung: „In letzter Zeit habe eine dubiose Gruppe von Linksautonomen die Flüchtlinge aufgewiegelt und ihnen wohl den Eindruck gegeben, durch öffentlichen Druck könnten sie die Halle schneller verlassen.“ Seitens der Hausmeister sieht die Sache so aus: „Die haben sich vorgestellt, sie bekommen hier sofort ein Haus und alles läuft von selbst. Die Erwartungshaltung ist maßlos. Dankbarkeit gibt es nicht.“

Schlußbemerkung:

„Es fällt mir ungeheuer schwer, mir vorzustellen, wie wir diese Menschen in unsere Gesellschaft, unser Bildungssystem unseren Arbeitsmarkt integrieren sollen.“ So Palmer.

Mir auch, Boris!

Jürgen Schützinger – Kreis- u. Stadtrat