Grün-schwarz

Schnittmengen gesucht und gefunden

Villingen-Schwenningen/Stuttgart. In Baden-Württemberg droht die bundesweit erste grün-schwarze Koalition. Was haben doch die Südwest-CDUler im Landtagswahlkampf so alles an Miesem bei der Melonenpartei (außen grün, innen rot) entdeckt und zeitgleich ihr Bübchen Wolf wie Sauerbier als den einzig richtigen Landesvater dargeboten. Denn nur mit ihm und seinen Polit-Christen könne das Musterländle vor weiterem Niedergang gerettet werden. Tja, da haben die Schwarzen mal (wieder) die Rechnung ohne den Wirt gemacht, wobei anzumerken ist, daß sich das Mitleid in Grenzen hält.

Nachdem die Wähler den Wahltag zu einem schwarzen Tag für die Schwarzen machten, sie wurden mit gerade mal noch 27 Prozent abgewatscht, wird nun fieberhaft nach möglichst vielen Schnittmengen, sprich programmatische Gemeinsamkeiten, mit den Grünen gesucht. Wenn es darum geht, an den Regierungs-futtertrog zu gelangen, wird sich sicherlich etliches finden. Getreu dem Motto „was interessiert mich mein dummes Geschwätz von gestern!“

Auch für den grünen „Wahlsieger“ Kretschmann (30,3 Prozent) erwachsen keine ideologischen Hindernisse wenn es um den Koalitions-Juniorpartner geht, da es sich ja um das gedeihliche Miteinander von „demokratischen Parteien“ untereinander handelt.

Man sieht auch an den Koalitionsverhandlungen wie beliebig austauschbar die „Demokraten“ untereinander sind. Da kann im Fall der Fälle jeder im Koalitionsbett mit jedem seine Freude haben. Hauptsache der Pulver stimmt.

Und wenn die „rechtspopulistische“ AfD weiterhin so brav bleibt, sehr vieles spricht dafür, dann darf sie - nach einer angemessenen Bewährungszeit - sicherlich auch mitspielen. Wetten daß!?

Zur Erinnerung:

CDU-Wolf sprach unmittelbar nach der Wahl noch von der Möglichkeit einer sogenannten „Deutschland-Koalition“ zwischen CDU, SPD und FDP. Auch daran sieht man, wie beliebig austauschbar „die Demokraten unter sich“ doch eigentlich sind.

Mit nationaldemokratischen Grüßen

Jürgen Schützinger – Kreis- u. Stadtrat