Handgranate

Polizei ermittelt – „Politiker“ wissen`s

Villingen-Schwenningen. Die Doppelstadt, von Oberbürgermeister Dr. Rupert Kubon (SPD) liebend gerne als die „Baden-Württemberg-Stadt“ bezeichnet, hat – wieder mal – bundesweit das Interesse der Medien erlangt. Was geschehen ist: Im Bereich eines sogenannten Flüchtlingsheimes wurde nachts eine Handgranate gefunden. Das aus dem damaligen Jugoslawien stammende (Bürger-)Kriegsgerät vom Typ M52 war mit Sprengstoff (TNT) gefüllt, explodierte aber nicht – blieb quasi als Blindgänger in unmittelbarer Nähe eines Wachpersonalcontainers auf dem Boden liegen und wurde später durch Spezialkräfte des baden-württembergischen Landeskriminalamtes kontrolliert gesprengt.

Seitens der herbeigerufenen Polizei wurde umgehend eine 75köpfige Sonderkommission („Soko Container“) gebildet, die bis zum Schreiben dieser Zeilen immer noch „in alle Richtungen“ (denkbar ist da viel) ermittelt und noch keine konkreten Verdachtsmomente hat. Interessantes Detail: Der Handgranaten-sicherungsstift (Splint) wurde trotz intensivster Suche (noch) nicht gefunden. Unklar ist (bislang) auch, ob der Sprengkörper überhaupt einen funktionierenden Zünder hatte.

Gutmenschpolitiker und deren Mitläufer allerdings, haben – im Gegensatz zur Polizei - sofort erkannt, wer dahintersteckt: Rechtsradikale ausländerfeindliche Horden. Wer denn sonst?! Innerhalb kürzester Zeit wurden entsprechende Presseerklärungen und sonstige „Statements“ abgegeben sowie Demonstrationen organisiert.

Was am Ende alles an das Tageslicht kommt oder auch nicht – schaun mer mal. Am 13. März 2016 jedenfalls ist Landtagswahl. Ein Schelm, wer böses dabei denkt. Cui bono? Wem nützt dieser mehr als zwielichtige Vorfall eigentlich?

Nachdenkenswert:

„Die Menschen, die seit einigen Tagen, Wochen oder Monaten unter uns leben, werden unser Leben und auch ganz konkret unsere Stadt verändern. Flüchtlinge waren in allen Zeiten auch Menschen, die dort wohin sie kamen dieses Dort veränderten.“ So Oberbürgermeister Kubon im Text der Rede anläßlich seines Neujahrsempfangs am 10. Januar 2016.

Mit nachdenklichen Grüßen

Jürgen Schützinger – Kreis- u. Stadtrat