Wahlheuchler

Stimmzetteldemokratie!

Villingen-Schwenningen. Am 25. Mai 2014 ist es soweit - wir Ländles-BRDler können wieder mal zum „Kreuzle-Machen“ gehen. Das sogenannte Europaparlament und die kommunalen Volksvertretungs-gremien werden für weitere fünf Jahre gewählt.

Schön ruhig, gesittet und würdig geht es in den jeweiligen Wahllokalen zu. Hat fast schon etwas wie heilig an sich, nach all dem vorausgegangenen Wahlkampfgetöse, begleitet von Polit-Versprechungen die nach der Wahl, das ist man gewohnt, sich wieder in Schall und Rauch ergehen.

Anständig sind auch die Stimmzettel für die jeweiligen Wahlgänge gestaltet. So richtig demokratisch geht es auf den Wahlscheinen zu. Alle wahlteilnehmenden Parteien sind da präsent. Nach gewissen Proporzregeln und Wahlvorschriften genauestens aufgelistet. Alle gleich groß geschrieben, auf gleich farbigem Papier gedruckt, im gleichen Schrifttyp gehalten, mit gleich großem Kreisle zum Ankreuzen. Alles gleich eben. Wenn dieses „Gleich“ im normalpolitischen Leben, also außerhalb der Wahllokale, nur auch so gegeben wäre. Ist es aber nicht. Ist es bei weitem nicht. Das krasse Gegenteil ist in der Realpolitik der Fall. Die vorgegaukelte Stimmzetteldemokratie wird von geschickt agierenden Wahlheuchlern als Alibi für angeblich gleiche, freie und geheime Wahlen in Szene gesetzt. Nicht mehr und nicht weniger. Die real gelebte „Verfassungswirklichkeit“ sieht da ganz und gar anders aus.

Je nach dem, welcher Partei man angehört, hat man berechtigte Chancen, beispielsweise als Angehöriger des öffentlichen Dienstes, trotz erwiesener Untauglichkeit sehr wohl nach oben gehievt zu werden oder bei tatsächlich gegebener Tauglichkeit eben nicht befördert zu werden. Je nach Partei, kommt der örtliche Bürgermeister und die politheuchlerische Geistlichkeit zum jeweiligen Parteitag und werden salbungsvolle Grußworte geredet oder man kommt überhaupt nicht, sondern unternimmt alles, was die Undemokratie zuläßt um Veranstaltungen Mißliebiger zu verbieten oder anderweitig zu verhindern. Je nach dem, ob ein Leserbrief von einem genehmen Parteiling stammt oder nicht, findet er gnädigste Veröffentlichung oder er landet flugs im Redaktionspapierkorb.

So richtig bewußt wird einem die heuchlerische Stimmzetteldemokratie wenn man sich als deutscher Patriot zu erkennen gibt. Das ist so ziemlich das Schlimmste, was es in dieser Abart von Demokratie geben kann. Bekennende Deutsche haben Nachteile auf sämtlichen Lebensebenen zu vergegenwärtigen. Man darf sein eigenes Volk getrost in aller Welt schlecht machen, man darf es der totalen Überfremdung und Entrechtung aussetzen, man darf Steuergelder an die ganze Welt verschleudern, man darf vieles in diese Richtung gehende und noch mehr tun, was dem eigenen Volk von Schaden ist. Das alles ist in Ordnung und wird für gut geheißen. Sie dürfen nahezu alles – nur eines nicht: Sich zum eigenen Volk bekennen und seine berechtigten Interessen wahrnehmen. Das muß sich ändern, je eher, desto besser!

Die Stimmzetteldemokratieheuchler sind sehr schnell mit ihrer Nazikeule zur Stelle - hauen und stechen, was das Zeug hält. Das dürfen und können sie nur so lange, bis aufrechte Deutsche ihren Stimmzettel zum Denkzettel machen. Davor haben die Stimmzetteldemokraten eine Heidenangst. Wollen wir ihnen am 25. Mai mal zeigen, wo der Barthel den Most holt!

Deutsch wählen ist angesagt, damit endlich ein Ruck durchs Ländle geht!

Mit patriotischen Wählergrüßen

Jürgen Schützinger – Kreis- u. Stadtrat, Pressesprecher –