CDU-Kauderismus

Politchristen-Schlammschlacht

 

Villingen-Schwenningen. Siegfried Kauder, seines Zeichens seit 2002 „Christ“demokratischer Bundestagsabgeordneter und (noch) Vorsitzender des Bundestagsrechtsausschusses ist problemisiert: Er wurde bei der im November 2012 stattgefundenen Wahlkreismitgliederversammlung mit Wahl des Kandidaten für den Wahlkreis Schwarzwald-Baar nicht wieder als Bewerber in „seinem“ Heimatbundestagswahlkreis nominiert. Trotz des Kreisvorsitzenden- und Bundestagsabgeordneten  Amtsbonus´ gaben dem Bruder des CDU-Bundestagsfraktionsvorsitzenden Volker Kauder von 502 möglichen nur 230 Christendemokraten dem (teilweise) angesehenen Rechtsanwalt Siegfried K. ihre Stimme. Dem ob dieser Niederlage sichtlich entgleisten (noch) CDU-Multi-Mandatar schien von Stund an der Sinn nur noch nach, von christlich-demokratischem Selbstverständnis geprägter Rache zu stehen.

So auch ist es zu erklären, daß sich Rache-Siggi jetzt im Wahlkreis seines potentiellen Nachfolgers, dem Donaueschinger OB und CDU-Landesvize Thorsten Frei, als „unabhängiger“ Einzelbewerber doch noch zur Bundestagswahl am 22. September 2013 dem Wahlvolk als wählbare Schwarzwald-Sphinx in direkter Konkurrenz zur Wahl anbiedert. Bislang galt: Egal, wer mit CDU-Parteibuch in der Tasche im Schwarzwald-Baar-Kreis für die Schwarzen kandidiert, auch wenn es ein Besenstiel ist, der wird gewählt. Mit zwei Besenstielen jedoch hat man bislang noch keine Erfahrung gesammelt. Schaun mer mal …

Wer auch immer das Rennen macht - ein Systemling aus der politischen Christen-Retorte wird’s wohl sein, der sich für die nächsten vier Jahre aus dem Steuerzahlertopf reichlich nähren kann.

Der Kauderismus, wie immer er auch endet, wirft jedenfalls ein bezeichnendes Schummerlicht auf der Politchristen eigentümliches Demokratieverständnis. Von wegen demokratisch zustande gekommene Mehrheitsentscheidungen sind zu akzeptieren und so. Scheint sich bei der Christenunion mal wieder zu bestätigen, daß die Steigerungsform von „Feind“ wohl doch „Parteifreund“ sein dürfte. Die zu erwartende Schlammschlacht der Polit-Christen wird es, darauf darf gewettet werden, recht deutlich aufzeigen.

 

Jürgen Schützinger – Baden-Württembergischer Bundestagsspitzenkandidat der NPD und deren Direktbewerber im (noch) Kauder-Wahlkreis Schwarzwald-Baar –


PS: Wohlgemerkt, es geht bei den CDUlern nicht um politisch Inhaltliches sondern rein und alles um zwischenmenschliche Animositäten, Eitelkeiten und Geltungsbedürfnisse. Die Hand dabei umzudrehen lohnt nicht, das wäre gehüpft, wie gesprungen.