Brandgefährlich

 „Wir“ müssen gar nichts!

Villingen-Schwenningen. Schon aufgefallen? Immer dann, wenn es in Bundesrepublikanien, wo auch immer, mal feurig wird, ist die halbe Welt (oder noch mehr?) in heller Aufregung. Könnte doch sein, daß es sich bei dem brandgefährlichen Geschehen nicht um einen „normalen“ Brand handelt, sondern um einen von ausländerfeindlich-rassistischen deutschen Brandstiftern entfachten.

Noch während die in höchstem Maße überakkurat von Brandsachverständigen geführten Ermittlungen nach den tatsächlichen Brandursachen andauern, sind zahlreiche schamdeutsche Politiker und deren Hiwis zur Stelle, um dem daran interessierten Medienclan zu verkünden, daß es in dem von ihnen (noch) regierten Deutschland immer schlimmer werde, mit dem sich (vermeintlich) brandgefährlich ausbreitenden Rechtsextremismus. Selbst im grün-rot baden-württembergischen Musterländle, sei diesbezüglich die Hölle heiß.

Keines dieser gutmenschlichen Betroffenheitsrituale endet, ohne daß nicht an unser Schuldgefühl und daran erinnert wird, daß „wir“ doch eigentlich immer die brandstiftenden Täter sind. Entweder praktizierende oder zumindest im brandlegenden Geiste mitmarschierende. Unser Oberhosenanzug versichert dann dabei mit einstudierter Betroffenheitsmimik stets, unsere absolute Verläßlichkeit in Sachen Spenden-, Opfer- und Wiedergutmachungsbereitschaft, der „wir“ uns zu besinnen haben und die uns demzufolge auch den Geldbeutel sehr locker sitzen läßt. Von wegen und so: „Wir“ müssen gar nichts!

Ach so, hätte ich schier vergessen: Wenn es irgendwo brennt, wo nur Deutsche wohnen, kümmert sich kein Schwein darum. Zum Trost: Häuser, bewohnt mit „nur“ Deutschen, gibt es leider immer weniger und für die dort dann noch residierenden  deutschen Gutmenschen („Spitzen“-Politiker, auslandshörige Manager etc.) wird schon dafür gesorgt werden, daß bei ihnen einschließlich Wohnumfeld nichts dergleichen passiert. Wetten, das?!

 

Mit untröstlichen Grüßen

Jürgen Schützinger (Kreis- u. Stadtrat)