Großgefängnis „Tuningen-Weigheim“  (Arbeitstitel)

Besichtigung der JVA Offenburg am 4. und 11. Mai 2013

 

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

besten Dank für die Einladung zur Teilnahme an der JVA-Offenburg-Reise.

Die Besichtigungstour, das ist offensichtlich, soll dahingehend zielführend sein, daß dem Bauherren Gelegenheit gegeben wird „sein“ Vorhaben (Großgefängnis „Tuningen-Weigheim“) in einem möglichst guten Licht darstellen zu können. Der Bauwillige bekommt die Möglichkeit „sein“ Werk einer interessierten Öffentlichkeit, bestehend aus ca. 200 mehr oder weniger handverlesenen Personen (primär Ortschafts- und Stadträte, sowie Verwaltungsleute) näherbringen zu können.

Wenn nun diese nach Offenburg Transportierten am Ziel der Reise angelangt sind, wird ihnen die dortige Vorzeige-JVA in den wärmsten Farben und höchsten Tönen gepriesen, was verständlich ist, weil es ja letztendlich darum geht, für das „Tuningen-Weigheim-Großgefängnis“ weitestgehende Zustimmung zu erheischen.

Richtig sinnvoll wäre der Offenburg-Tripp dann, wenn man den Fahrtteilnehmern, als Schwerpunkt des Rahmenprogramms, auch Gelegenheit geben würde, mit betroffenen Bürgerinnen und Bürgern aus Offenburg darüber sprechen zu können, inwiefern es sich im Bereich eines Großgefängnisses leben läßt und ob das, was man ihnen vor dem Baubeginn betreffs Bürgerbedenken als unbedenklich bescheinigt hat, sich auch so erwiesen hat.   

Bei etwas gutem Willen kann diesem Anliegen, vor allem dann, wenn man ein reines Gewissen und nichts zu verbergen hat, durchaus ohne organisatorische Überanstrengung entsprochen werden.

Ich freue mich auf Ihre Reaktion und verbleibe bis dahin mit freundlichen Grüßen

 

Jürgen Schützinger

PS: Sollte es bei der Verwirklichung meines Anliegens seitens der Verwaltung personelle Engpässe geben, so stelle ich mich diesbezüglich gerne zur Verfügung. Ehrenamtlich, versteht sich.